Bestwig. Im vergangenen Jahr rückte der Löschzug Velmede-Bestwig zu 41 Einsätzen aus. Darunter waren in diesmal besonders viele Verkehrsunfälle und Hilfeleistungen.

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Von den 41 Einsätzen rückte der Löschzug im vergangenen Jahr zu elf Brandeinsätzen aus. Größter Brandeinsatz war ein Wohnhausbrand in Ramsbeck, bei dem fast alle Einheiten aus der Gemeinde Bestwig im Einsatz waren. Da Unmengen an Unrat im und um das Haus lagerten, war der Zugang zum und im Gebäude die größte Herausforderung bei dem Einsatz. Im vergangenen Jahr gab es mit 15 Einsätzen besonders viele Einsätze im Bereich der technischen Hilfe. Ein großer Einsatz steckt wohl vielen Einsatzkräften noch bis heute in der Nase. Im April war zwischen Berlar und Ramsbeck ein Traktor mit einem Güllefass in den Gegenverkehr geraten und umgestürzt. Ein Fahrer musste aus seinem PKW befreit werden. Größtes Problem hierbei waren die 36.000 Liter Gülle, die sich rund um die verunfallten Fahrzeuge und über weite Teile der Straße ergossen. Im Jahresverlauf wurde der Löschzug auch zu zahlreichen Verkehrsunfälle auf der Bundesstraße gerufen. Vor dem Bahnhof wurde eine LKW-Fahrerin bei einem Auffahrunfall in ihrem Fahrerhaus eingeklemmt und musste befreit werden. Im morgendlichen Berufsverkehr kam es Ende September gleich zu zwei Unfällen. Nach einem ersten Unfall in Borghausen, wurden die Einsatzkräfte anschließend gleich zu einem Unfall an der Autobahnauffahrt gerufen, wo ein PKW mit einem LKW kollidiert war und der Fahrer in seinem PKW eingeschlossen war. 14 Einsätze des Löschzuges wurden im abgelaufenen Jahr durch Brandmeldeanlagen ausgelöst.

Das auch bei den Feuerwehren die Arbeit nicht an den Gemeindegrenzen aufhört, zeigt die Zusammenarbeit mit der Stadt Meschede. Gemeinsam wurde ein ABC-Zug gebildet, der bei besonderen Einsatzlagen beispielsweise mit Gefahrgütern zum Einsatz kommt. Eine weitere Zusammenarbeit im Bereich der Ausbildung gibt es in den beiden Kommunen schon bei der Funktechnik. Hier wird zukünftig die Zusammenarbeit mit der Funkgruppe Meschede noch weiter ausgebaut.

Das Engagement der Feuerwehrleute geht aber auch weit über die Einsätze hinaus. So investierten die Kameraden des Löschzugs unzählige Stunden in ihre theoretische und praktische Ausbildung und sind auf Gemeinde- und Kreislehrgängen selbst als Ausbilder aktiv. Darüber hinaus waren die Mitglieder auch als Ausbilder in der Jugendfeuerwehr aktiv und in der Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen der Gemeinde engagiert. Bestwigs Bürgermeister Ralf Péus freute sich über dieses enorme Engagement und dankte dem Löschzug für die geleistete Arbeit.

Erfreuliche Nachrichten konnte Löschzugführer Thomas Kremer zum neuen Fahrzeug verkünden. Im letzten Jahres bekam der Löschzug einen Schlauchwagen über den Katastrophenschutz des Landes zur Verfügung gestellt. Auch baulich hat sich im vergangenen Jahr am Feuerwehrhaus einiges positiv entwickelt. Die Heizungsanlage und die Fensterfront des Schulungsraums wurden erneuert. Bei den Arbeiten investierten die Mitglieder des Löschzuges auch wieder unzählige Stunden an Eigenleistung, als es darum ging, die Wände zu spachteln und zu streichen oder die Heizkörper zu tauschen.

Auch Beförderungen und Ernennungen standen bei der Generalversammlung auf dem Programm. Wehrführer Andreas Schulte beförderte Hendrik Menz, Justin Stratmann und Jannis Heidbreder zum Feuerwehrmann, Markus Sattler wurde zum Unterbrandmeister befördert und Jens Küpper zum Oberbrandmeister. Für seine 10jährie Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Ingo Sieber mit der bronzenen Ehrennadel des Verbandes der Feuerwehren NRW ausgezeichnet.

07.02.2017 / jf