Velmede. Mehrere vermisste Personen, ein verqualmter Keller und das im Velmeder Christophorus-Haus, in dem viele ältere und pflegebedürftige Menschen leben. Das war die Lage, mit der sich der Löschzug Velmede-Bestwig sowie die Löschgruppe Wehrstapel jetzt auf den Ernstfall vorbereiteten.

Übung Christophorushaus Velmede

Es galt nicht nur, die vermissten Personen schnellstmöglich zu retten und in Sicherheit zu bringen – auch die verqualmten Kellerräume auf unbekanntem Terrain stellten die Retter vor eine echte Herausforderung. In zwei Abschnitten wurde einen Löschangriff aufgebaut und die Menschenrettung der beiden vermissten Personen probten die Feuerwehrleute unter Atemschutz in den verqualmten Kellerräumen. Da es in dem Haus mehrere Rauchabschnitte gibt und sich die Übungslage im Keller befand, konnten die Bewohner in ihren Zimmern verbleiben. Maßnahmen zur Evakuierung der Bewohner wurden aber dennoch mit dem Hauspersonal vorbereitet und durchgesprochen. Damit verfolgte die Übung gleich mehrere Ziele: Der Löschzug konnten sich - gemeinsam mit der Löschgruppe Wehrstapel - für einen gemeinsamen Einsatz wappnen. Denn auch im Alltag der Freiwilligen Feuerwehr wird die Zusammenarbeit über Einheits- und Stadtgrenzen hinaus immer wichtiger. Zum anderen konnten die Einsatzkräfte zusammen mit dem Pflegepersonal des Christophorus-Hauses üben. Und nicht zuletzt erhielt das Personal wichtige Hinweise für die eigenen Abläufe im Ernstfall, um die Sicherheit der Bewohner noch weiter zu erhöhen. Und so zeigten sich am Ende alle Beteiligten von Feuerwehr und Christophorus-Haus mit der Übung sehr zufrieden. Einen besonderen Dank richtetet Einrichtungsleiter Jürgen Franke im Namen der Mitarbeiterschaft und der Bewohner an alle Beteiligten für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Übung Christophorushaus Velmede 3

Im Übungseinsatz waren 37 Kräfte vom Löschzug Velmede-Bestwig, der Löschgruppe Wehrstapel sowie der Gerätewagen Logistik der Löschgruppe Ostwig, die für die Unterstützung im Bereich Atemschutz eingesetzt waren.

27.10.2016 / jf